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Mon
11
Aug

Antimilitarismus in Aktion

Im September 2012 fand in Deutschland eine antimilitaristische Aktionswoche statt – eine Auswertung

Die Idee für die Aktionswoche entstand in einer Kleingruppe auf der „Paxx-Aktionskonferenz“ – einem offenen Treffen von Antimilitaristinnen und Antimilitaristen – im März 2012 in Mannheim und war ursprünglich auf den Bereich „Bundeswehr an Schulen“ bezogen. Aufgrund hohen Interesses wurde das Thema jedoch kurz darauf auf Wunsch von Initiativen der Zivilklausel-Bewegung um den Bereich „Militär und Rüstungsforschung an Hochschulen“ ergänzt. Alle Vorschläge wurden aufgegriffen und vom 24. bis 29. September 2012 die Aktionswoche „Für militärfreie Bildung und Forschung“ organisiert. Die Koordination der Aktionswoche, also Organisation und Versendung eines bundesweiten Flugblatts und Betreuung der Aktions-Homepage konzentrierte sich im Bundesland Baden-Württemberg und wurde von der Kampagne „Schulfrei für die Bundeswehr Baden-Württemberg“ übernommen.

Mon
11
Aug

Militär in den Schulen in den Vereinigten Staaten

Oskar Castro

Jedes Jahr sehen sich Millionen junger Leute in den Vereinigten Staaten der schwierigen Herausforderung gegenüber, herauszufinden, was sie nach der High School mit ihrem Leben anfangen sollen. Aus unterschiedlichen Gründen ziehen viele den Eintritt in die US-Streitkräfte in Betracht. Aber alle haben etwas gemeinsam - sowohl diejenigen, die zum Militär gehen, als auch diejenigen, die das nicht tun. Sie werden praktisch von Geburt an mit militärischer Rekrutierpropaganda bombadiert. Sei es im Fernsehen, auf dem Computer, im Spielzeugladen oder im Klassenzimmer: überall wird für die Armee geworben.

Mon
11
Aug

Werbefeldzug im Klassenzimmer

Nachwuchswerbung und Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr an Schulen

Michael Schulze von Glaßer

Mon
11
Aug

Südafrika: Wie man Herzen und Köpfe für das Militär und die Verteidigungsindustrie gewinnt

Photo: Military recruiting in South Africa

Laura Pollecut

Die Wehrpflicht stützte die Apartheidregierung. Ohne den regelmäßigen Zustrom weißer junger Männer hätte das Apartheidregime nicht so lange an der Macht bleiben können. Die Bewegung gegen die Wehrpflicht gewann in den 1980-er Jahren an Boden und war einer der wesentlichen Faktoren für die damalige Entscheidung der Regierung, in Verhandlungen einzutreten. Schließlich wurde die Wehrpflicht nach den ersten demokratischen Wahlen von 1994 eine Sache der Vergangenheit, als Südafrika eine professionelle Freiwilligenarmee einführte.

Mon
11
Aug

Soldaten auf dem Spielplatz

David Gee

Mon
11
Aug

Venezuela: Die Armee in den Schulen

Rafael Uzcátegui

Mon
11
Aug

Militarismus ist an türkischen Schulen allgegenwärtig

Serdar M. Değirmencioğlu

Schulen bieten dem Militarismus einen fruchtbaren Nährboden: Dort gibt es ein zum Bleiben verpflichtetes Publikum, ein umfassendes Mandat, eine hierarchische Struktur und eine deutliches Machtgefälle zwischen Schülern und Lehrern. Schulen können sehr leicht in paramilitärische Einrichtungen verwandelt werden.

Der Militarismus wird nicht durch den direkten Kontakt mit dem Militär vermittelt oder aufrecht erhalten. Vielmehr helfen die Schulen und andere zivile Institutionen dem Militarismus dabei, den Alltag und die Glaubenswelt der Menschen zu durchdringen. Anders als die Wehrpflicht wirken die Schulen sehr systematisch und nachhaltig: Mit der Schulpflicht können fast alle Bereiche und fast alle Kinder für eine sehr lange Zeit erreicht werden, sowohl Jungen als auch Mädchen. Die Schulen können den Militarismus bereits an sehr junge, etwa fünf oder sechs Jahre alte SchülerInnen weitergeben.

Mon
11
Aug

Israel: Schulen als Rekrutierungsanstalten

Von Sergeiy Sandler, mit Unterstützung von Shir Givoni und Bar Rose, New Profile.

Am 1. Dezember 2009 trafen sich Hunderte Schulleiter israelischer Oberschulen zu einer besonderen Konferenz zum Thema „Vorbereitung eines bedeutsamen Dienstes in den israelischen Verteidigungskräften“ mit dem Personalchef des israelischen Militärs als Hauptredner. Anwesend war auch der israelische Minister für Bildung und viele höhere Beamte aus den Ministerien für Bildung und Verteidigung sowie höhere Offiziere.[1]

Mon
11
Aug

Militär raus aus den Schulen!

Am 1. August 1914 war es zu spät, pazifistische Propaganda zu treiben, war es zu spät, militaristische zu treiben – tatsächlich ist auch damals von den Militaristen nur geerntet worden, was sie zweihundert Jahre vorher gesät haben. Wir müssen säen." [1] Das schrieb der deutsche Pazifist Kurt Tucholsky in einem Artikel mit der Überschrift "Über wirkungsvollen Pazifismus", veröffentlicht im jahre 1927. Mehr als 80 Jahre später säen die Militaristen immer noch. Die Anwesenheit des Militärs in Schulen ist das ungeheuerlichste Beispiel für das Säen und Pflanzen militaristischer Gedanken in die Gehirne von Kindern und zukünftigen Soldaten bzw. von Unterstützern des Militarismus und der Kriege. Es ist ungeheuerlich, weil einerseits Schulen positive Werte und Wissen vermitteln sollten, nicht Propaganda, und andererseits halt Kinder für Propaganda und Indoktrination sehr empfänglich sind.

Fri
08
Aug

Kindersoldaten: Von Kony2012 lernen?

Das Thema Kindersoldaten ist wieder auf der globalen Agenda, dank zweier großer kürzlicher Entwicklungen. Im März wurde Thomas Lubanga der erste Mensch, der durch den Internationalen Strafgerichtshof verurteilt wurde. Man fand ihn schuldig, für seine Union of Congolese Patriots gewaltsam Kindersoldaten rekrutiert zu haben, die als "die Kinderarmee" bekannt wurden. Die zweite sichtbarste Entwicklung war der massive Popularitätsanstieg für den Film KONY2012 aus dem Web. Er ist darauf ausgerichtet, die Aktivitäten des Joseph Kony bewußt zu machen, dem ugandischen Kriegsherrn, der die Lord's Resistance Army anführt und das US-Militär anruft, einzugreifen, um ihm Gerechtigkeit zu bringen. Kony und die LRA sind für ihre Brutalität und die Verwendung von Kindersoldaten bekannt. Die Initiative "Invisible Children" wurde ein Riesenerfolg als Internet-Phänomen.

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